Allgemeine Infos Essen und Trinken in den USA

Amerikas Küche ist so vielseitig wie das Land selbst. Die Vorurteile gegenüber dem Amerikanischen Essen stimmen sicher nur zu einem gewissen Teil. Neben dem allseits bekannten Fastfood gibt es auch eine grosse Anzahl von erstklassigen Restaurants, die Gerichte aus aller Welt anbieten. Diese haben dann allerdings oft auch ihren Preis.

Es stimmt aber schon: Der Durchschnittsamerikaner liebt eher eine einfache Küche. Der Geschmack der gängigen Gerichte und die Zubereitungsart ist denn auch praktisch im ganzen Land gleich. Kein Wunder, dass die Restaurantketten denn auch einen solchen Erfolg haben.
Der Amerikaner nimmt in der Regel drei Mahlzeiten zu sich. Er beginnt mit einem meist umfangreichen American Breakfast oder an Wochenenden mit einem Brunch. Der Lunch um die Mittagszeit ist dann dafür relativ bescheiden und beschränkt sich in der Regel auch nur in einem Sandwich.

Das Dinner ist die zweite Hauptmahlzeit des Tages und besteht mindestens aus drei Gängen (Vorspeise, Hauptgericht, Dessert). Man findet deshalb oft spezielle "Dining Rooms", die oft nur am Abend geöffnet sind.

Diese zeichnen sich oft durch Dunkelheit und Kerzenschein aus, was dem Amerikaner wiederum das Gefühl von Gediegenheit und Vornehmheit zu geben scheint.

Kleines Gastro Begriffs Lexikon

 appetizer Vorspeise 
 apple pie Apfelkuchen
 key lime pie Limettenkuchen aus Florida 
 egg sunny side up Spiegelei
 boiled eggs Gekochte Eier
 bacon and eggs Rührei mit Schinkenstücken
 crab bisque Krabbencremesuppe
 pastry Gebäck
 jam, jelly Konfitüre, Marmelade
 lobster Hummer
 lamb Lamm
 peanut butter Erdnußbutter
 pancake Omelette, Pfannkuchen
 pork Schwein
 muffins Teegebäck
 red snapper Leckere Fischart, gegrillt
 sandwich belegtes Brot
 sausage Wurst
 seafood Fischgerichte
 meat Fleisch/- gerichte


Regionale US Menus
(mit freundlicher Unterstützung von USA kulinarisch)

Cajun-Küche
Wissen Sie, worin sich zwei berühmte Küchen der US-Südstaaten- Cajun und Creole - unterscheiden? Beide sind französisch inspiriert, aber dennoch sehr verschieden.

Chinatown
San Francisco hat die wohl bekannteste Chinatown, aber auch in anderen Städten wie New York, Chicago oder Honululu gibt es große chinesische Communities. Die Küche der asiatischen Einwanderer hat längst ihre Spuren hinterlassen: Hoisinsoße, Pak Choi oder Wonton Wrappers finden Sie in jedem US-Supermarkt.

Cowboy Cooking
Zu Zeiten des Viehtriebs verpflegten sich die Cowboys des Westens aus dem Chuckwagon, der rollenden Feldküche. Ein typisches Mahl bestand aus einem herzhaften Eintopf mit Brot oder Biscuits, heißem Kaffee, vielleicht einem Pie aus Trockenobst.

Der Süden
Der Begriff "Soul Food" kennzeichnet die Küche des Südens: Einfach, herzhaft, englische und afrikanische Einflüsse - denn schwarze Kochfrauen waren auf den Plantagen am Werk.

Die Amish
Die Amish (oder auch Pennsylvania Dutch) sind protestantische Freikirchler und einige der wenigen Minderheiten in den USA, die nie im großen "Melting Pot" aufgegangen sind. Ihre Küche ist deutsch-schweizerisch-elsässisch inspiriert.

Hawaii
Der 50ste Staat der USA ist ein ganz besonderer: Eine Inselgruppe, gut 2000 Kilometer vom Festland entfernt mitten im Pazifik gelegen, mit einer ganz besonderen Küche: Polynesisch-asiatisch.

Indianer
Wussten Sie, wie groß das kulinarische Erbe der Indianer ist? Kartoffeln, Tomaten, Mais, Bohnen Kürbis - sie alle wurden zuerst von den Indianern Nordamerikas angebaut. Jahrhunderte, ja Jahrtausende, bevor die ersten Europäer den amerikanischen Kontinent betraten, gab es dort hochzivilisierte Kulturen, die Landwirtschaft betrieben. Fast alle dieser Völker wurden später nahezu ausgerottet, als Spanier, Portugiesen, Engländer und Franzosen das Land beanspruchten. Dabei waren es in Nordamerika die Indianer, die die Siedler anfangs davor bewahrten, zu verhungern. Sie brachten den Europäern die typischen Pflanzen des Landes nahe - Mais, Bohnen und Kürbis.

Jüdische Küche
Die jüdische Bevölkerungsgruppe in den USA ist mit zwei Prozent eine kleine, aber einflussreiche, wohlhabende und gebildete. Dementsprechend hat die jüdische Küche ihre Spuren in der kulinarischen Tradition der Vereinigten Staaten hinterlassen. Kennen Sie beispielsweise Bagel, Challah und Matzo Ball Soup?

Kalifornien
Die Fitneßwelle, die schon seit vielen Jahren in den USA grassiert, hat hier ihren Ursprung. Man joggt, fährt Rollerskates, geht ins Fitneßstudio (oder schluckt zumindest Vitamine). Zum California Lifestyle gibt es die passende California Nouvelle Cuisine - leicht und mit vielen frischen Produkten.

Mittelwesten
Hier ist das Land der endlosen Felder, des "großen Himmels"- die vielzitierte Kornkammer Amerikas, die noch vor 200 Jahren "Wilder Westen" war. Die Küche ist einfach und herzhaft, bestimmt von guten Portionen Fleisch und rustikalen Genüssen.

Neuengland
Baked Beans, New England Boiled Dinner oder Clam Chowder sind Klassiker der US-Küche. Sie stammen aus Neuengland, genau wie der Brauch, zum Erntedanktag einen Truthahn mit gebackenen Süßkartoffeln und Kürbis-Pie als Dessert zu servieren.

Nordwesten
Alaska, Washington State, Oregon, Montana, Wyoming - das sind die Staaten, die bis vor 100 Jahren "Frontierland" waren. Ihre Küche ist rustikal, herzhaft, bodenständig.

Soul Food
"Soul Food" steht in den USA für nahrhafte, einfache Gerichte, nicht gerade kalorienarm, aber eben etwas für die Seele! Soul Food-Rezepte, überhaupt viele Gerichte des amerikanischen Südens, gehen zurück auf die Sklavenzeit.

TexMex
Seinerzeit nur in Texas und Kalifornien bekannt und geschätzt, hat das mexikanische Essen (oder was die US-Bürger darunter verstehen) seinen Siegeszug durch das ganze Land - und inzwischen auch nach Europa - angetreten.

Fleisch

Steak ist das typische amerikanische Hauptgericht. Die Bezeichnungen der einzelnen Stücke sind auch auf den Karten besserer Restaurants nicht immer genau. So werden englische, französische und amerikanische Schnitte angeboten. Grob kann folgendermassen eingeteilt werden:
 
Filet
entspricht im amerikanischen Raum den Bezeichnungen Filet, Chateaubriand, Tournedo, Mignon, zum Teil dem Porterhouse-Steak und einem kleineren T-Bone-Steak
 
Roastbeef entspricht iim amerikanischen Raum je nach Schnitt dem Shirloin, Rumpsteak und Entrecote 

Salate

Salate sind in den USA meist sehr frisch und es gibt oft eine "salad bar" zur Selbstbedienung. Zu den Salaten gibt es meist die gleichen Saucen:
 
french dressing: Sauce mit Mayonnaise
thousand islands: Sauce mit Paprikastücken
blue cheese: Käsesauce
vinaigrette: Essig und Öl 
 
 
Torten

Pies (Torten) sind in den USA äusserst beliebt. Es gibt sie in vielen Arten.
   
apple pie: Apfeltorte
key lime pie: Zitronencreme-Pie (Spezialität aus Florida) 
 
 
Wein

Amerika - das haben mittlerweile auch die Europäer mitbekommen - stellt hervorragende Weine her. Kalifornien nimmt dabei eine Spitzenstellung ein. Daneben sind aber auch Oregon, Washington und sogar der Staat New York zu nennen. Mittlerweile sind die USA auf Platz 6 in der Weinproduktion aufgestiegen. Die Trinkkultur hat allerdings ihre Tücken. So werden auch Rotweine in der Regel gekühlt serviert. Gute und sehr gute Weine haben auch ihren Preis. Leider gibt es keine Güte-Klassifizierung. Als Qualitätskriterium können nur die Namen der Winzer herangezogen werden.
 
Rotweine

Barbera
sehr dunkler Rotwein mit ausgewogenem Säuregehalt

Cabernet Sauvignon
wohl der beste Rotwein
(sollte mindestens 4 Jahre alt sein, aromatisch und trocken)

Gamay Beaujolais
ähnlich dem Pinot Noir, aber nicht mit dem französischen Beaujoulais vergleichbar 

Petit Sirah
auch als Shiraz bezeichnet
(dunkelroter, gerbstoffreicher und alterungsfähiger Wein)
 Pinot Noir: leichter, feuriger Rotwein

Ruby Cabernet
 guter, trockener Tischwein 

Rosé

Gamay
leichter Roséwein 
 
Weissweine

Chardonnay
 bester Kalifornischer Weisswein
(trocken und duftend mit herrlichem Traubengeschmack)

Chenin Blanc
harmonischer, herber Weisswein 

Sauvignon Blanc
trockener, erdig-fruchtiger Weisswein

Semillon
ziemlich süsser, goldfarbener Weisswein

White Riesling
fruchtiger, herber Weisswein

Trinkgeld in Restaurants

Trinkgeld ist ein Zubrot, das man dem Kellner als Aufmerksamkeit oder Dankeschön zukommen lässt, zusätzlich zu dem was der Wirt ihm zahlt. TIP oder GRATUITY sind für amerikanische Bedienungen jedoch kein Zubrot, sondern deren Lohn!

Das System in den USA funktioniert so:
Der Kellner erhält von seinem Arbeitgeber nur den Mindestlohn und lebt von dem Geld, das ihm der Gast für seine Leistung zahlt. Die auf der Speisekarte ausgewiesenen Preise sind keine Inklusivpreise. Sie verstehen sich immer zuzüglich Bedienungsgeld und Steuern.

Das Bedienungsgeld beträgt i.d.R. 15, in guten Restaurants 20 Prozent des Rechnungsbetrages. Beim Zahlen ist es nicht üblich, dan Rechnungsbetrag aufzurunden. Man zahlt seine Rechnung und legt den Lohn (TIP) extra auf den tisch. 


 
Restaurant-Knigge

Wer nicht schon beim Betreten eines Lokals unangenehm auffallen will, sollte folgendes beachten: In Amerika stürmt man nicht auf wilde germanische Art auf einen Tisch zu und belegt ihn. Nur in Ausnahmefällen und wenn ein Schild »Seat yourself« darauf hinweist, dürfen Sie sich Ihren Platz selbst aussuchen. Auch dann gilt aber das ungeschriebene Gesetz, das besagt, sich auf keinen Fall zu anderen Gästen an den Tisch zu setzen, selbst wenn dort noch Plätze frei sind.

Meist bewahrt einen aber der Hinweis »Wait to be seated« vor solchen Peinlichkeiten. Denn in der Regel obliegt es Hostess oder Host, dem Gast seinen Platz zuzuweisen. Sie oder er hat den Reservierungsplan im Kopf und teilt die Gäste so ein, dass die Kellner gerecht ausgelastet sind.
Unmittelbar nach dem Essen bringt der Kellner die Rechnung und das ist dann das Zeichen zum Aufbruch.

Und zum Schluß?

Es gehört keineswegs zum guten Ton, nichts auf dem Teller zu lassen. Im Gegenteil. In diesem Land, das nie Hungersnöte erlebt hat, bleibt oft etwas auf dem Teller zurück. Andererseits haben die Amerikaner keine Hemmungen, sich z.B. ein Steak, das sie nicht aufessen konnten, einpacken zu lassen. Man bittet um ein »Doggy Bag« und verspeist die Reste am nächsten Tag.