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Reisebericht Florida Key LargoEine Woche in Key LargoWie eine Perlenkette liegen sie zwischen Atlantik und dem Golf von Mexico. 822 Inseln, nur 30 bewohnt, verbunden über 42 Brücken, die längste elf Kilometer, die kürzeste elf Meter. Kuba liegt 145 Kilometer entfernt, Miami über 260 Kilometer - die Florida Keys. Von Norden aus Miami kommend, erreicht man zunächst die Upper Keys, die sich von Key Largo bis Long Key erstrecken. Die Middle Keys reichen von dort bis zur Sieben-Meilen-Brücke. Als Lower Keys wird Big Pine Key bis Key West bezeichnet. Verbunden sind die Inseln durch den Overseas Highway US1. Er beginnt hoch im Norden im Neuenglandstaat Maine und endet auf den letzten 127 Meilen als eine Traumstraße zwischen Land und Meer. 42 Brücken mit einer Gesamtlänge von 29 Kilometern verbinden die 34 Inseln. Die Lebensader der Keys, 1938 bis 1944 auf der Trasse der zerstörten Eisenbahn erbaut, wurde Mitte der 1970er Jahre erstmals umfassend erneuert. 37 Brücken wurden ersetzt und verbreitert. Doch geht es am Wochenenden und in der Hauptferienzeit nur stockend voran, der Highway wird zum Endlos-Stau. Die wichtigsten Orientierungspunkte auf den Keys sind die Mile Marker und die Meere. Von Miami kommend, liegt links der Atlantische Ozean, rechts der Golf von Mexico. Die Mile Marker (MM), grüne kleine Meilenschilder mit weißen Ziffern. Ihre Streckenzählung beginnt und endet südlich von Florida City bei MM 127. Der Nullpunkt liegt in der Old Town von Key West. Die ersten drei Ziffern der Mile Marker und der Hausnummern sind meist identisch. Die Häuser an der Golfseite tragen gerade Nummern, die am Atlantik die ungeraden Nummern. "Cayo Largo" - große Insel - nannten die Spanier die 30 Meilen lange Insel. Dass auf dem längsten Key der Hauptort den Namen der Insel trägt, verdankt das ehemalige Rock Harbor dem Erfolg des Films "Key Largo". 1959 wurde die Stadt umbenannt. Dem einzigen lebenden Korallenriff der USA verdankt Key Largo auch seinen Ruf als Welthauptstadt der Sporttaucher. Jährlich kommen Millionen von Besucher um beim Schorcheln oder einer Fahrt mit dem Glasbodenboot die einmalige Unterwasserwelt zu entdecken. Informationen über Key Largo erhält man im Florida Keys Visitor Center (MM 106 BS). Rosa leuchtet das Pink Plaza Einkaufszentrum (MM 103.4 BS) Im Caribbean Cigar Shop & Factory rollen Zigarrendreher aus Havanna, Santiago Cabana- und westindische Vanille-Zigarren. Beeindruckend ist ein Besuch im ältesten Unterwasserpark der USA, dem John F. Pennekamp Coral Reef State Park (MM 102.5 OS). Seine Entstehung verdankt der Park einer Konferenz von Meeresbiologen, die sich 1957 um den Erhalt des letzten lebenden Korallenriffes der kontinentalen USA sorgten. Schon damals gab es massive Schäden am Riff. Händler von Souvenierläden raubten Korallen und Muscheln um sie an die wachsende Schar von Urlaubern zu verkaufen. Die Ausbeutung drohte, ein einmaliges Biotop zu zerstören. Mit der finanziellen Unterstützung von John F. Pennekamp, Herausgeber des Miami Herald, gelang es am 10. Dezember 1960 den ersten Unterwasserpark der USA zu schaffen. In dem 461 Quadratkilometer großen Areal, das sich über eine Länge von 34 Kilometer bei 13 Kilometer Breite erstreckt, leben fast 600 Fischarten. Wer den Park sebst entdecken möchte sollte dem Lehrpfad Mangrove Trail folgen, der auf Holzplanken durch den Mangrovensumpf zu einem Aussichtsturm führt. Von dort aus reicht der Blick weit über den Park. Im Dolphin Plus Research Center (MM 100 OS) erforschen Wissenschaflter die Therapiearbeit mit Delfinen. Das gemeinsame Bad mit den Meeressäugern ist nicht nur bei Behinderten sehr gefragt. Unweit des Waldorf Plaza Shopping Center, liegt die Holilday Inn Marina. Neben den Luxusjachten dümpelt ein alter Kahn vor sich hin - die "African Queen". Das Boot aus dem gleichnamigen Film mit Kathrine Hepburn und Humphrey Bogart kam erst 1951 zu filmischen Ehren. Von 1912 bis 1968 diente die zehn Meter lange Barke bei der British East African Railway als Fracht- und Passagierfähre auf dem Lake Albert im damaligen Belgisch-Kongo. MM 105 OS Crack´d Conch Die Karriere als eines der besten und auch preiswertesten Seafood Lokale begann als Fishing Camp. MM 103.9 BS Senor Frijoles Mexikanische Küche mit scharfen Gerichten. Ideal, wenn der Hunger beim Sonnenuntergang zuschlägt ... MM 102.2 BS Ganim´s Kountry Kitchen Ein typischer Diner mit gelb-orangen Sitzbänken. Mit üppigen Portionen preiswerter Hausmannkost machten Lee und Roseann Ganim ihr Frühstückslokal zu einer Institution der Keys. MM 95.7 BS Harriette´s Restaurant Seit 1982 vertreibt die ehemalige Lehrerin Harriette Mattson mit ihrem "stake of pancakes", sechs runden, dicken Pfannkuchen, samt Ahornsirup, Butter und Kaffee den Hunger für den ganzen Tag. Florida Keys Wild Bird Center (MM 93.6 BS) Das Wild Bird Center wurde 1991 von der Lehrerin Laura Quinn eingerichtet. Hier haben kranke und verletzte Vögel ihre Pflegestation gefunden. Reiher, Kormorane und Pelikane mit ölverkelbten Flügeln, fehlenden Gliedmaßen oder Verdauungsproblemen haben hier ein Refugium gefunden. Ein Besucherpfad führt an den Volieren vorbei und erläutert Flora und Fauna. Die Schutzstation ist von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet und finanziert sich über Spenden. Die Tiere freuen sich über ein Dankeschön in der Box am Ende des Rundganges. Tavernier Towne Shopping Center (MM 91.5 BS) Allerlei netten Nippes, aber typisch "keywise" verkauft der Trödler "Talk of Town" in der Mini-Mall. Bei einen Kino und Esoterik-Buchladen darf eine Dependance von McDonald´s nicht fehlen. Florida Keys Handbag Factory (MM 91.5 OS) Mehr als 500.000 Handtaschen wurden hier seit 1973 produziert. Kitschig, floral oder klassisch, kein Stil der hier nicht unter dem Angebot zu finden ist. Wer unter den 175 vorgefertigten Motiven und sechs verschiedenen Monogrammstilen nicht fündig wird, kann sich seine Tasche nach eigenen Entwürfen handarbeiten lassen. Tavernier Um 1860 verließen einige Farmer Key West und siedelten sich als erste in Tavernier an, das 1864 noch Lowespot hieß. Ackerbau und Fischfang bestimmten das Leben der Einwohner. Erst der Anschluß an Flaglers Eisenbahn eröffnete neue Möglichkeiten. Obst- und Gemüseanbau, Ananas- und Kokosnussplantagen entstanden. Um 1875 produzierte die Region mehr als eine Million Kisten pro Jahr. Dort, wo einst die Gleise lagen, stehen heute die restaurierten Häuser des kleinen Historic District. Denkmalschützer haben insgesamt mehr als 50 Gebäude aus der Zeit um 1900 nachgewiesen. Gerüchten nach gaben durstige Seeleute aus dem nahen Plantation Key dem Ort den Namen. Sie füllten hier die Vorräte ihrer Schiffe auf und bevor sie an Bord zurückkehrten, war immer eine Kneipe nahe, eben "a tavern-near". Dort, wo die Planter Road Richtung Atlantik vom Highway abbiegt, lag am Rande des Wassers einst der kleine Ort Planter. Um 1880 gegründet, besaß der Ort zur Jahrhundertwende das einzige Postamt zwischen Miami und Key West. Von hier aus wurden Produkte der Region wie Melonen, Tomaten, Limonen und Ananas verschifft. Hurrikans zerstörten die Siedlung 1906 und 1908. Danach waren die Bewohner es leid, alles wieder aufzubauen und siedelten sich entlang der Eisenbahn an. Heute erinnern nur noch einige alte Zisternen, Dattelpalmen und Tamarindenbäume an Planter. Marker 88 Bei dem Restaurant gilt - Kult statt Qualität. Berühmt bis in die letzten Winkel der Welt, sind einzig die Tiffany-Lampen ein wahrer Lichtpunkt. Gehobene Preisklasse.
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